Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl
Heute ist der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl gestartet. Worum es geht und wie das Ganze funktioniert, hatte ich hier schon einmal versucht zu erklären.
Heute ist der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl gestartet. Worum es geht und wie das Ganze funktioniert, hatte ich hier schon einmal versucht zu erklären.
via 49suns
Ich halte es ja immer noch für eine geniale Idee, eine Partei zu gründen und sie “Sonstige” zu nennen. Bei der gestrigen Europawahl hätte man so z.B. stolze 10,8% der Stimmen gewonnen. Spaß beiseite… Aber wer sind eigentlich diese Parteien, denen immerhin fast jeder neunte Wähler seine Stimme gegeben hat, jedoch trotzdem keiner über sie spricht? Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die Ergebnisse derjenigen Parteien, die an der 5%-Hürde gescheitert sind, aufgelistet. Hier also sozusagen die 2. Liga:
| % | Stimmen | ||
| 1. | FW FREIE WÄHLER | 1,7 | 441.726 |
| 2. | REP | 1,3 | 347.897 |
| 3. | Die Tierschutzpartei | 1,1 | 289.572 |
| 4. | FAMILIE | 1,0 | 252.150 |
| 5. | PIRATEN | 0,9 | 229.117 |
| 6. | RENTNER | 0,8 | 212.113 |
| 7. | ödp | 0,5 | 134.853 |
| 8. | DVU | 0,4 | 111.631 |
| 9. | RRP | 0,4 | 102.319 |
| 10. | DIE FRAUEN | 0,3 | 86.754 |
| 11. | PBC | 0,3 | 80.789 |
| 12. | Volksabstimmung | 0,3 | 69.669 |
| 13. | 50Plus | 0,3 | 68.579 |
| 14. | DIE GRAUEN | 0,2 | 57.817 |
| 15. | BP | 0,2 | 55.846 |
| 16. | DIE VIOLETTEN | 0,2 | 46.307 |
| 17. | VOLKSENTSCHEIDE | 0,2 | 40.250 |
| 18. | CM | 0,2 | 39.886 |
| 19. | AUF | 0,1 | 37.834 |
| 20. | AUFBRUCH | 0,1 | 31.085 |
| 21. | FBI | 0,1 | 30.913 |
| 22. | DKP | 0,1 | 25.587 |
| 23. | Newropeans | 0,1 | 15.060 |
| 24. | EDE | 0,0 | 11.859 |
| 25. | BüSo | 0,0 | 10.926 |
| 26. | PSG | 0,0 | 9.673 |
Quelle: www.bundeswahlleiter.de
Jörg Schönenborn, wohl den meisten als Moderator der ARD-Wahlabenden bekannt, führt im Tagesschau-Blog übrigens die “Unentschiedenheit vieler Wähler” als Grund an, “dass man lieber einer unbekannten Partei die Stimme gibt als einer altvertrauten”. Ich denke, dass es auch ein guter Teil an Wählern ist, die politisch interessiert genug sind um nicht nicht zur Wahl zu gehen aber dennoch ihren Protest gegen die “großen” Parteien ausdrücken wollen.
PS: Ich wusste bis dato gar nicht, dass auch französische Fußballclubs, Tankstellen und Polizisten angetreten sind.
Bei Sabine wurde ich gerade daran erinnert, dass ich hinsichtlich der Europawahl in einer Woche auch noch auf den Wahl-O-Mat hinweisen wollte. Bei dem von der Bundeszentrale für politische Bildung erstellten Tool kann man anhand verschiedener Thesen (insgesamt 38) überprüfen welche Partei mit ihren Standpunkten am nächsten an seinen eigenen liegt. Insgesamt sind 29 der 32 zur Wahl zugelassen Parteien vertreten, von denen man dann am Ende acht auswählen kann und eine Rangliste der Übereinstimmungen angezeigt bekommt. Für die Generierung der Rangliste kann man auch noch verschiedene Themen - je nach persönlicher Relevanz - doppelt gewichten. Wer meinen Erklärungsversuch nicht verstanden hat, hört sich am besten ein Interview mit dem Projektleiter Stephan Trinius auf Deutschlandradio Kultur an oder schaut sich die Screenshots an:
Start:
These:
Thesengewichtung:
Parteienauswahl:
Resultat (kommt heraus wenn man immer abwechselnd “Stimme zu” / “Stimme nicht zu” wählt ;-)):
Dass Barack Obama bei seinem Wahlkampf verstärkt auf die Möglichkeiten im Web zurückgeriffen hat, ist bekannt. Noch finde ich es aber nicht so leicht vorstellbar, dass dies auch in den bevorstehenden Bundestags- und Landtagswahlkämpfen in Deutschland gut umgesetzt wird. Das 3sat-Magazin “neues” hat sich gestern damit beschäftigt:
Thorsten Schäfer-Gümbel hat die Möglichkeiten des Webs derweil schon länger erkannt und z.B. ein Twitter-Interview mit Robert Basic geführt, der ihn auch sogleich als seinen “Mann” bezeichnet hat. Und auch 72dpiClub erklärt Schäfer-Gümbel zum Sieger gegenüber Roland Koch, wenn man nur mal harte Web 2.0 und Social Network-Faktoren zugrunde legt. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Netzwerk-Barometer von Homo Politicus.
Zudem ist auch das ZDF auf den Web2.0-Interaktiv-Hype-Zug aufgesprungen und schickt Markus Kavka als Wahl-Webreporter ins Rennen:
Am Wahlabend verschmelzen beim ZDF TV und Online: Auch die aktuellen Hochrechnungen des Wahlergebnisses werden in der Onlinesendung aus der Netzperspektive betrachtet und interpretiert. Markus Kavka wird wiederum in die Haupt-Wahlsendung des ZDF geschaltet, um von den Reaktionen im Internet zu berichten. Die “Wahl im Web” wird am 18. Januar 2009 von 17.30 bis 20.15 Uhr zu sehen sein - live im Internet auf www.heute.de und im ZDFinfokanal.
Dass aber nicht alle Politiker das Web angemessen zu nutzen vermögen, zeigt der Artikel Die besten Politiker-Websites von gestern auf netzpolitik.org
Ich bin echt mal gespannt wie sich das im laufenden Jahr noch entwickeln wird. Gefühlt erscheint es mir so, dass die Grünen in Sachen Netzaktivität die Nase vorne haben und die CDU noch starken Aufholbedarf hat. Ist aber auch kein Wunder, wenn man sich mal die Alterstruktur ihrer Mitglieder und Wähler anschaut ![]()
Finanzkrise:
Die letzten Stunden bei Lehman Brothers
IT / Programmierung:
PHP: Interpretiert oder vll. doch lieber kompiliert?
Chip Sonderheft zu Google kostenlos zum Herunterladen
Witzig oder so:
Real (Madrid) irrt sich gewaltig
Jürgen Klinsmann-Double auf SPD-Plakaten
8 lesenswerte Webcomics auf Deutsch und Englisch
Musik:
Sonstiges:
Ich gebe zu, die Idee ist sowas von abgeschaut! Aber egal, ich werde ab nun am Ende jeder Woche ein paar Links zu Artikeln posten, die ich in der abgelaufenen Woche interessant fand aber entweder nicht dazu gekommen bin mehr darüber zu bloggen oder es sich einfach nicht anbietet noch mehr darüber zu schreiben. Sozusagen als Lesetipps, die man ansurfen kann oder es eben bleiben lässt
Internet:
LoomTV: Alle Videos unter einem Dach
Blog-Tipps:
Sonstiges:
1.000 Arten, Dienstag zu sagen (die Webseite des Jahres 2008): Sprechender Sprachatlas von Bayern
“Servicewüste Deutschland”: Aus dem wahren Leben (Drama in einem Akt) sowie Geld wechseln? Darf ich nicht!
Sport: